LAN

Immer wieder lese ich in zahlreichen Baublogs von dem Leid der Bauherren mit ihrer Netzwerkverkabelung. Da ist z.B. von Patchfeldern, Cat6 Dosen, usw. die Rede, damit wohl in jedem Raum auch ein PC kabelgebunden angeschlossen werden kann. Was uns nur wundert, ist das niemand von WLAN spricht.

Für uns kam gar nichts anderes in Frage als die Daten durch die Luft zu schicken. Man hat dadurch eine Menge Kabel weniger, nicht unnötige Dosen in der Wand und gepatched wird nicht im HWR oder Keller, sondern virtuell im Router.

Schon in unser alten Wohnung wirkte wie jetzt auch in der Hasenbude ein Siemens Gigaset SX-550i und verbindet derzeit drei PCs untereinander und lässt sie ins WWW. Das Ganze überall im Haus und wenn wir wollen auch im Garten. Das Gerät vereint Telefon, Anrufbeantworter, DSL-Router und Switch in einem Gehäuse. Das Einzige was uns nun noch fehlt, ist ein zweites Mobilteil für das Telefon, damit wir nicht immer rennen müssen, wenn es mal dort klingelt, wo wir gerade mal wieder nicht sind.

20.09.05 | Kat: ausstattung |

     

1. Häuslebauer meint:

@Holger: Der Grund ist ganz einfach: Der Datendurchsatz. Selbst mit schnellen WLANs erreichst Du nur halbe Ethernet-Geschwindigkeit, und das auch nur auf kurze Distanz und auch nur als Brutto-Wert auf der Verpackung. Das mag fürs Surfen noch ausreichen (bei "einfachem" DSL), wenn man häufiger auf andere Rechner zugreift und Daten verschiebt, dann ist es nicht genug. Hinter (ggf. mehreren) gemauerten Wänden hast Du schmerzhafte Verluste, in Holzhäusern halten sich der Verluste noch in Grenzen. Bereits mit 12 Metern Abstand und zwei gemauerten Wänden werden aus 54 MBit/s brutto 1 MBit/s netto. Wohlgemerkt: Wenn nur zwei Geräte miteinander kommunizieren. Kommen weitere hinzu, drückts den Durchsatz noch weiter.
Deshalb kann ein kabelgebundenes Netz sinnvoll sein. Zwar erreiche ich in meinem Gigabit-Netzwerk auch die brutto 1.000 MBit/s nicht, mit ca. 300 MBit/s bin ich aber weit von den aktuellen Funknetzwerken und den darin realistisch zu erreichenden Durchsätzen entfernt.

Wenn Du nur telefonieren und surfen willst, dann ist WLAN eine echte Alternative. Da gebe ich Dir recht. Alles eine Frage der individuellen Anforderungen

2. Thomas Schulz meint:

Dazu kommt: So ein WLAN sollte man immer schön gegen fremde Mitbenutzer absichern und inbesondere regelmäßig prüfen, ob die Sicherungsmaßnahmen noch zeitgemäß sind. Sonst steht irgendwann der Staatsanwalt vor der Tür, weil jemand über Euren DSL-Anschluß Dummheiten gemacht hat.

3. rehwald meint:

Das beste aus beiden Welten in Kombination wird wohl die Installation bei uns werden (Kabel werden demnächst bei EBay geordert). Dafür werden 2 Zentralstellen vorgesehen. Eine mitten im Haus im EG und eine (für spätere Nachrüstung) im OG, welche mit je 5 TP-Kabeln versorgt werden werden. Im EG wird der WLan-DSL-Router seinen Platz finden. Diese Anordnung hält die Kabelwege kurz und die Zentrale ist wirklich zentral (HWR soll in einen Anbau ausgelagert werden). Von dort aus wird dann jedes Geschoss für sich Sternförmig versorgt. Und Kabel wird gebraucht! Spätestens wenn ich mir die ts-Streams von meiner Dreambox zur Archivierung ziehen will. Das WLan ist nur für das Noti (und demnächst für meinen MDA) zum Surfen gedacht.
Telefon wird allerdings nur eine Leitung (2-Adrig) zentral gelegt, wo die Dect-Basisstation hinkommt und 2 andere Plätze, wo eventuell mal ein Fax stehen soll (welches auch als Netzwerkdrucker funktionieren muss).

4. Dennis meint:

na, da habt ihr jetzt aber die “ernsthaften” EDVler auf den Plan gerufen, denen die dickste leitung grade gut genug ist… ;-)
Bei uns ist es aber genauso wie bei dem Waldbewohner. WLAN wird’s nur geben, damit man vom Notebook surfen kann. Um zwischen Rechnern (auch bei uns steht eine Dreambox) große Datenmengen (audio, video) zu bewegen braucht man gesicherte Durchsätze, die ein Funknetz nicht bieten kann. Dessen Nettodurchsatz ist einfach zu gering.

5. Addi meint:

ich würde auch für die Kombination aus beiden Welten stimmen. Auch wir haben für jeden Raum des Hauses eine TP Verkabelung (Cat.6) vorgesehen. Somit habe ich, zumindest für die Zeit die technologisch absehbar ist, in den einzelnen Räumen alle Freiheiten was Anschlussmöglchkeiten für PC, Tel, Fax usw. betrifft. Und wenn über kurz oder lang der Fernseher zur Multimediazentrae wird (ich denke früher oder später bekommt man garnichts Anderes mehr) ist der nötige Anschluss in der Nähe.

6. Häuslebauer meint:

... falls es mal Geschwindigkeitsprobleme geben sollte: Hier gibt es ein sinnvolles Tool um WLAN zu beschleunigen:

WLAN-Beschleuniger



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