Schwer entflammbar

wer das erste mal mit einem Kamin zu tun hat, stellt sich viele Fragen. Die Frage des richtigen Anfeuerns wurde hier schon gestellt und beantwortet. Welches Brennmaterial sollte man aber für ein romantisches Feuer verwenden?

Hier scheiden sich die Geister, denn es gibt mehrere Alternativen. Bei der Betrachtung lasse ich Kohle-Briketts mal Außen vor, denn diese werden ja hauptsächlich eingesetzt um zu heizen, größtenteils dient ein Kamin aber dazu eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und ist meisten eher Möbel- oder Design-Objekt als ein Zweckutensil.

Es versteht sich von selbst das nur unbehandeltes Holz und kein Müll verbrannt werden darf!

Mittlerweile können wir einen Vergleich anstellen: Was gibt’s also auf dem Markt? Die klassischen Holzscheite (links), Holzbrikets (Mitte) und für die ungeduldigen ein “Kaminfeuer aus der Einwegpackung” (ganz rechts).

Wir verwenden überwiegend Holzscheite. Empfohlen wird am Anfang Fichtenholz zu verwenden, da es leichter brennt und wenn das Feuer seine volle Temperatur erreicht hat, mit Buche nachzulegen. Ganz wichtig: Das Holz muss natürlich trocken und gut abgelagert sein (mind. ein Jahr bei Fichte, Buche braucht länger).

Zum Anfeuern hat sich bei uns folgende Methode als die Beste herausgestellt: Einen Kleinen Stapel aus Anzündholz bauen, darüber einen Scheit Holz, in den Hohlraum darunter ein bis zwei Kaminanzünder legen. Primär- und Sekundärluft ganz öffnen, die Ofentür nur anlehnen bis das Scheit richtig brennt. Dann einen Scheit nachlegen, Ofentür schließen und nach und nach die Primärluft abriegeln.

Gestern habe ich dann mal versucht auf oben genannte Weise ein Feuer mit einem Holzbrikett zu machen. So ein Holzbrikett besteht aus stark zusammengepressten Sägespänen ohne weitere Zusatzstoffe. Mit der üblichen Menge Anzünder und Anzündholz war das Brikett nicht davon zu überzeugen, in Flammen aufzugehen. Etliche Anzündversuche später gab ich auf, zerschlug das Brikett in der Mitte, legte einen Anzünder in die Kerbe und Anzündholz oben drauf. Erst jetzt fing es langsam Feuer.

Die ganz Eiligen holen sich ein Feuer aus der Tüte. Leider steht auf der Verpackung nicht drauf, welche Inhaltstoffe in dem darin befindlichen Klotz sind, es riecht jedenfalls leicht nach Parafin. Das Stück Irgendwas soll einfach in den Kamin gelegt und an beiden Enden der Verpackung angezündet werden. Danach soll es 2,5 Stunden, geruchsneutral und rückstandlos verbrennen. Diesen Test durfte ich aber in unserem Kamin noch nicht durchführen, da wir dort kein Feuer drin haben wollen, von dem wir nicht wissen, was da eigentlich verbrennt. Wir werden den Test im Sommer auf der Terrasse in einem Feuerkorb nachholen.

Fazit: Ich gebe eindeutig dem Holzscheit den Vorzug. Es ergibt im Ofen ein schöneres Bild, es knistert und riecht wie ein Feuer riechen soll. Das Holzbrikett wird zwar auch irgendwie seinen Zweck erfüllen, bekommt aber Abzüge in der Romantiknote. Schwer zu entzünden, das Feuer knistert nicht und riecht nach Sägewerk. Außerdem krümelt es stark.

30.03.06 | Kat: leben |

     

1. Smin meint:

weiter testobjekte: trockenkeks von der bundewehr, altes brötchen, nudeln (ungekocht), kerze in zeitung mehrfach fest eingerollt… – der keks soll toll sein… :-)

2. pam meint:

keine bange vor dem tuetenzauber, unser haeschen-ofen hat es prima vertragen. wir hatten ein paar davon auf lager, als wir noch nicht so viel holz vor der gartenhuette hatten. fuer den fall der ueberraschenden holzlosigkeit lassen sich die teile fein im hwr aufbewahren.



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